- Ausbildung
Mannschaft mit Altersdurchschnitt von 59 Jahren absolviert Prüfung
Pietlinger Floriansjünger meistern THL Abzeichen – Ältester Prüfling ist 66 Jahre alt
Fridolfing, Pietling. Vielleicht ist Simon Niederwinkler sen. von der Feuerwehr Pietling mit seinen nahezu 66 Lebensjahren und fast 50 Jahren Feuerwehrerfahrung bayernweit der älteste Floriansjünger, der sich den Anforderungen des Leistungsabzeichens „Technische Hilfeleistung“ gestellt hat. Bemerkenswert ist jedenfalls die Tatsache, dass die beiden Gruppen der Feuerwehr mit einem Durchschnittsalter von 59 Jahren ihren jüngeren Kameraden in nichts nachstehen und am Ende die verdienten Abzeichen durch die Schiedsrichter des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein in Empfang nehmen durften.
„Die Stärke der Feuerwehren liegt darin, dass Jung und Alt einfach zusammenhelfen und ihre persönlichen Kompetenzen und ihren Erfahrungsschatz zur Gefahrenabwehr einsetzen“, betont Pietlings stellvertretender Kommandant Christoph Huber und ergänzt, „daraus ist in unserer Wehr die Idee entstanden, dass unsere Gruppe 1 bestehend aus durchwegs langjährigen Einsatzkräften auch mal ein Leistungsabzeichen ablegen kann und die Männer damit unter Beweis stellen können, dass sie immer noch topfit vorbereitet in Einsätze gehen können“.
Ausgehend von der Idee beteiligten sich am Ende insgesamt 16 Aktive an sechs Ausbildungsveranstaltungen zur Vorbereitung auf den Prüfungsabend. Mit einem Durchschnittsalter von 59 Jahren in der Mannschaft wirkten die beiden als Gruppenführer teilnehmenden stellvertretenden Kommandanten Christoph Huber und Tobias Maier fast wie „Jugendfeuerwehrmänner“, dies zeigt sich auch daran, dass sie den Altersdurchschnitt der gesamten Mannschaft um drei Jahre nach unten „drücken“.
Am Prüfungsabend stand das Thema Technische Hilfeleistung im Blickfeld der Aufgaben. Die Kernaufgabe war ein angenommener Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person auf dem Fahrersitz eines PKWs. In einer vorgegebenen Zeit mussten alle notwendigen Schritte, angefangen bei der Verkehrsabsicherung bis hin zur Menschenrettung und medizinischen Erstversorgung durchgeführt werden.
Die Schiedsrichter Günter Wambach, Florian Reiter und Alexander Huber des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein achteten darauf, dass alle Aufgaben ordnungsgemäß und innerhalb der zeitlichen Vorgaben durchgeführt wurden. Nach Abschluss der beiden Prüfungen konnten die Schiedsrichter allen Teilnehmern im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Gerätehaus die jeweiligen Plaketten für die Uniform überreichen.
„Dies war heute sicherlich eines der ungewöhnlichsten Leistungsabzeichen die ich in meiner Karriere als Schiedsrichter abgenommen habe“, so das Fazit von Kreisbrandinspektor Günter Wambach, dennoch betonte er, „es zeigt aber auch sehr gut, dass man sich auch noch mit viel Lebenserfahrung erfolgreich in der Feuerwehr engagieren kann“. Im Anschluss an seine kurze Ansprache durfte er gemeinsam mit dem Pietlinger Kommandanten Hans Schild insgesamt zwölf Abzeichen in Bronze, einmal Gold und drei Abzeichen der Stufe „Gold-Blau“ überreichen.
Josef Hastreiter, Herbert Mörtl, Thomas Dandl, Stefan Kraller, Robert Huber, Georg Mörtl, Thomas Lebacher, Hans Lex, Bernhard Lenz, Alfons Lex, Sebastian Huber sen. und Simon Niederwinkler sen. dürfen sich über das Abzeichen in Bronze freuen. Tobias Maier erreichte die Stufe 3 und hat das Abzeichen in „Gold“ erhalten. Jürgen Schuster, Alois Stadler und Christoph Huber haben bereits drei erfolgreiche Abzeichen hinter sich und durften mit der Stufe 4 das Abzeichen in „Gold-Blau“ entgegennehmen. Hob
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Hubert Hobmaier
Kreisfeuerwehrverband Traunstein
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Feuerwehr Pietling
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